Schlaf und Krankheiten

Schlafkrankheit

Bei einer großen Zahl von Erkrankungen können Veränderungen in der Art und Menge des Schlafes auftreten. Beispielsweise beeinflussen Erkrankungen, die durch Schmerzen gekennzeichnet sind, die Schlafstimmung der Person..

Schlaf bei der Parkinson-Krankheit
Die Parkinson-Krankheit ist eine altersbedingte Erkrankung, die durch Bewegungsstörungen wie Steifheit des Körpers, Verlangsamung der Bewegung und Zittern der Gliedmaßen bei Nichtgebrauch gekennzeichnet ist. In fortgeschrittenen Stadien schreitet sie zur Demenz und schliesslich zum Tod fort [57]. Die Hauptsymptome werden durch den Verlust von Dopamin sezernierenden Zellen in der Substantia nigra verursacht.

Mehr als 96% der an Parkinson erkrankten Patienten werden im Verlauf der Erkrankung Schlafstörungen erleben. Sie sind auf das Zusammenspiel verschiedener Faktoren zurückzuführen, wie z.B. motorische Probleme (Steifheit), zirkadiane Rhythmusänderungen im Schlaf-Wach-Zyklus, Verhaltensstörungen im REM-Schlaf, psychiatrische Probleme (Angst, Depression, Demenz), Nebenwirkungen von Medikamenten. Es ist zu beachten, dass die Behandlung der Parkinson-Krankheit unter ihren Nebenwirkungen Schlafstörungen einschließt, die durch Tagesschläfrigkeit gekennzeichnet sind.

Abgesehen vom Zusammenbruch des nächtlichen Schlafes der berichteten Ursachen entwickeln 15% der Parkinson-Patienten im Laufe der Erkrankung tagsüber Schläfrigkeit. Es handelt sich um ein plötzliches Aufkommen von Schlaf, in einer ungeeigneten Umgebung, ohne Vorwarnung und ohne die Möglichkeit einer Aussetzung. Die Tagesschläfrigkeit kann entweder auf das Fortschreiten der Krankheit oder auf die verschiedenen Störungen zurückzuführen sein, die den Nachtschlaf unterbrechen, oder auf die Nebenwirkungen von Parkinson-Medikamenten.

Was die Behandlung von Schlafstörungen bei der Parkinson-Krankheit betrifft, so zielt sie darauf ab, jede einzelne Störung separat zu behandeln. Sie ist in jedem Fall personalisiert. Das Grundprinzip der Behandlung besteht darin, nicht eine Fülle von Beruhigungs- und Hypnosemedikamenten einzusetzen. Die Medikamente zielen darauf ab, die Anti-Parkinson-Behandlung zu regulieren, um die kinetischen Probleme, die den Schlaf stören, zu reduzieren.

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